30.06.2010 Von: Katrin Berken

ERFOLGREICHE EINFÜHRUNG DES EPEX SPOT TRADING SYSTEMS (ETS) IN


Paris/Leipzig, 30.06.2010 – Die vierte Sitzung des Börsenrates der EPEX Spot fand unter der Leitung von Dr. Günther Rabensteiner am 23. Juni 2010 in Leipzig statt. Die Hauptthemen der Sitzung waren:

Am 16. Juni 2010 wurde das EPEX Spot Trading System (ETS) auf dem französischen Day- Ahead Auktionsmarkt erfolgreich eingeführt. Damit werden auf der Internetseite der EPEX Spot nun auch Informationen zur börseneigenen Transparenz für das Marktgebiet Frankreich veröffentlicht. Diese umfassen die Anzahl aktiver Teilnehmer, die Zahl der Käufer und Verkäufer sowie die Zahl der Nettokäufer und Nettoverkäufer. Weiterhin wird eine Liste der eingegebenen Blockgebote und des Status (ausgeführt oder abgewiesen) auf dem FTPServer veröffentlicht. Die Einführung des Handelssystems ETS für die Marktgebiete Deutschland/Österreich und Schweiz ist für Ende August/Anfang September vorgesehen.

Der Börsenrat der EPEX Spot hat weiterhin Änderungen in der Börsenordnung beschlossen, um zu ermöglichen, dass eine Person für mehrere Börsenteilnehmer handeln kann. Darüber hinaus sollen die Zulassungskriterien strenger gestaltet und der Handelsüberwachungsstelle der EPEX Spot mehr spezifische Informationsrechte gegenüber Handelsteilnehmern eingeräumt werden, die zum Beispiel die Vorlage von Dokumenten oder die Befragung von Personen betreffen. Diese Änderungen tragen zu einer besseren Übersicht über die Marktteilnehmer bei und verstehen sich so als einen Beitrag zur Bekämpfung von Umsatzsteuerbetrug und Versuchen der Geldwäsche. Die Marktregeln der EPEX Spot finden Sie hier: http://www.epexspot.com/de/download-center

 

Weiterhin wurde vereinbart, eine Studie über Auktionspreisgrenzen in Auftrag zu geben. In dieser Studie soll untersucht werden, welchen Anforderungen technische Preisgrenzen der Handelssysteme von EPEX Spot aus ökonomischer Sicht genügen müssen und ob die derzeit geltenden Preisgrenzen im Hinblick auf diese Anforderungen angemessen sind. Im Fokus der Studie steht insbesondere der Konflikt zwischen den Anforderungen, die Preisfindung des Marktes nicht zu beeinflussen, aber gleichzeitig maximale und minimale Preise für Ausnahmesituationen festzulegen, in denen eine normale Preisbildung nicht möglich ist. Die Ergebnisse werden in einer der nächsten Sitzungen des Börsenrats vorgestellt werden.

Die Mitglieder des Börsenrats diskutierten ausführlich die unterschiedlichen Projekte zur Marktkopplung, in die EPEX Spot involviert ist. Sie begrüßten das Bestreben, „Central Western Europe“ (CWE) und die vorübergehende Anwendung des „Interim Tight Volume Coupling“ (ITVC) so zeitnah wie möglich am 7. September zu starten. Ebenso wurden Fortschritte beim „Price Coupling of Regions“ diskutiert und gewürdigt.

Die EPEX Spot SE ist eine Gesellschaft europäischen Rechts (Societas Europaea) mit eingetragenem Sitz in Paris. Die EEX und Powernext halten jeweils 50 Prozent an der gemeinsamen Gesellschaft, in die sie ihre gesamten Spot Stromhandelsaktivitäten integriert haben. Die Produktpalette der EPEX Spot SE umfasst den Stromspothandel für Frankreich, Deutschland/Österreich und die Schweiz. Diese Länder machen zusammen mehr als ein Drittel des europäischen Stromverbrauchs aus. Im Jahr 2009 wurden an den Stromspotmärkten der EPEX Spot insgesamt 203 TWh gehandelt.